Julian Stockwin wurde 1944 in der britischen Grafschaft Hampshire geboren und wollte schon immer zur See fahren seit er sich erinnern kann. Als Kleinkind lief er zu Seglern auf die Straße, und bei erster Gelegenheit schleppte er einen toten Seevogel nach Hause, weil er nach Meer roch. Sein Onkel, der selbst auf Rahseglern zur See fuhr und selbst Kap Hoorn umrundete, führte ihn auf sein Schiff und quer durch das ganze National Martime Museum und nahm großen Einfluss auf ihn. Als Junge las er alles über die See und war besonders erschrocken über die Beschreibung eines gewaltigen Sturms, sehnte sich aber zur See zu fahren um einen wirklichen mitzuerleben.

Er gewann ein Stipendium an einem guten englischen Gymasium. Er sah jedoch nur graue Schatten, die tief am Himmel über den Horizont dahinzogen, wohin auch immer. Seine schulmäßige Leistungen litten. In der Hoffung ihm die Flausen aus dem Kopf zu treiben schickte ihn sein Vater im Alter von vierzehn Jahren zur Indefatigable, einer schwierigen Seemannschaftsschule. Sie verstärkte nur seine Entschlossenheit zu einem Leben auf See, und er trat im Alter von fünfzehn in die Royal Navy ein. Seine Eltern wanderten nach Australien aus, und Julian Stockwin wechselte in die Royal Australian Navy. Er diente acht Jahre, sah seinen großen Sturm und wurde schließlich als Bootsmann eingestuft. Während seiner Marinelaufbahn sah er Orte auf der ganzen Welt und diente u.a. auch im Vietnamkrieg.
Die Navy zu verlassen, war schmerzhaft, doch er wollte die Bildung nachholen, die er versäumt hatte. An der Universität von Tasmanien absolvierte er Fernöstliche Studien und Psychologie. Nachdem er zwei Jahre lehrte, praktizierte er als pädagogischer Psychologe. Dann lernte er seine spätere Frau Kathy kennen und sie entschieden sich in Hongkong nach Abenteuern zu suchen. Anfangs machte Stockwin Doktorandenarbeiten in interkultureller Psychologie und wurde währenddessen von Computern verführt. Ernüchtert durch das akademische Leben wurde er in die Herstellung und das Design von Computern und später Softwareentwicklung einbezogen. Zwischenzeitlich entwickelte sich Kathys Karriere als Journalistin und sie genossen das Leben als Auslandskorrespondenten. In diesem Stadium frischte er seine Mitwirkung in der Navy auf, indem er in die Royal Navy Reserve berufen wurde. Er war stolz zu dem Zeitpunkt als MBE (Member of the Britisch Empire) ausgezeichnet zu werden und ging kürzlich als Lt. Commander (Kapitänleutnant) in Ruhestand.
1990 kehrte Stockwin nach England zurück um an einem großen Projekt über den strategischen Einsatz der Handelsschifffahrt beteiligt zu werden. Dies war eine extrem hochstressige Umgebung, und 1996 zogen Kathy und er Bilanz - sie sagte ihm er solle ein Leben führen! Sie sah sein Potential als Schriftsteller (was er selbst nicht tat) und überzeugte ihn einen Halbtagstätigkeit anzunehmen um das Handwerk anzupacken. Ihre Fähigkeiten als Lektorin waren wegweisend in dem Prozess seiner Entwicklung zum Schriftsteller. Heute leben beide in Guildford, Surrey und arbeiten vollzeit als kreatives Team eng zusammen.
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Julian Stockwin